Traumferien auf den Malediven trotz Corona?

Ein Erfahrungsbericht

Die Malediven sind derzeit – trotz Reisewarnung – ein gefragtes Ferienziel. Denn einerseits sind dort sehr hohe Hygienestandards gewährleistet, andererseits liegen die Resorts abgelegen, oft auf eigenen Inseln und bieten somit viel Platz. In den freistehenden Villen und Bungalows hat man zudem extrem viel Privatsphäre. Basil Teufer, der als Senior Product Manager neben Lateinamerika seit einigen Monaten auch für die Malediven zuständig ist, hat die Möglichkeit ergriffen, sich Ende Januar persönlich ein Bild vom derzeitigen Ferienalltag in dem Inselparadies zu verschaffen. Erfahrungen, die Basil gerne mit Ihnen teilen möchte:

Ankunft MLE Airport

Bei Ankunft am Flughafen Malé wurde neben dem negativen PCR-Testergebnis, das aktuell bei Ankunft nicht älter als 96 Stunden sein darf, ebenso der QR-Code den man durch das Ausfüllen des obligatorischen Online-Formulars erhält, kontrolliert. Dort, am Flughafen, herrscht übrigens Maskenpflicht, ebenso wie während des Transfers per Speedboot oder Wasserflugzeug ins Resort. 

Transfer zum Hotel, Check-In und Hygienemassnahmen

Mit dem Speedboot, auf dem eine Maskenpflicht gilt, ging es für die ersten zwei Nächte ins neu eröffnete Kagi Maldives Spa Island. Zu den Sicherheits- und Hygienemassnahmen der Resorts auf den Malediven zählen unter anderem das kontaktlose Temperaturmessen beim Check-In sowie das Ausfüllen eines Gesundheitsformulars, überall sind Desinfektions-Dispenser aufgestellt und das Personal trägt immer eine Maske.

Gut zu wissen: Hotelpersonal und Belegung in Zeiten von Corona

Bevor die Mitarbeiter zum Arbeiten auf die Resortinsel kommen, begeben sie sich zudem vorsorglich in Quarantäne, um sicherzustellen, dass keine Infektionen auf die Inseln gebracht werden.
Die Hotels dürfen ausserdem nur maximal 90 Prozent ihrer Zimmer belegen und müssen 10% als Quarantänezimmer bereithalten, wobei viele Resorts sogar nur mit einer Maximalbelegung von 80% planen, so zum Beispiel das SAii Lagoon Maldives - Curio Collection by Hilton, wo ich zwei weitere Nächte verbrachte. Das hat natürlich den Vorteil, dass man in den weitläufigen Anlagen noch mehr Platz hat und jederzeit Abstand zu anderen Gästen halten kann.

Ausflüge

In den Hotels kann man Ausflüge wie Delfin-Beobachtungs-Touren, Schnorchel- oder Tauchtrips buchen. Lediglich Besuche auf den „Local Islands“, wie die von Einheimischen bewohnten Inseln bezeichnet werden, sind aktuell nicht möglich, um Kontakte zu reduzieren und die Bevölkerung sowie Gäste zu schützen.

Mein persönlicher Tipp: Schnorchel-Equipment einpacken

Früher oder später tauchen die meisten ab, denn die Unterwasserwelt ist im Indischen Ozean einfach atemberaubend. Die Resorts bieten ihren Gästen zum Schnorcheln oder für Tauchgänge natürlich Equipment an, das entsprechend gereinigt und desinfiziert wird. Ich empfehle aber, dass man den eigenen Schnorchel und eine Taucherbrille einpackt und sich vor Ort lediglich die Flossen ausleiht, das gibt einem doch ein besseres Gefühl.

Informationen Stand 19.02.21, Inhalt vorbehaltlich Änderungen.
Bitte beachten Sie, dass sich Bestimmungen vor Ort kurzfristig ändern können.

Alles rund um die Themen Maskentragen, Hygienemassnahmen und Einschränkungen vor Ort finden Sie hier

Fazit:

Ich habe mich total wohl gefühlt: Die Sonne, das glasklare Meer und die entspannte Atmosphäre sind eine gute Abwechslung zum grauen Corona-Alltag zu Hause und werden durch die Schutzmassnahmen nicht eingeschränkt. Mit einer kleinen Ausnahme: Resortwechsel in den Ferien bieten wir unseren Gästen momentan nicht an, was einige machen, um sich beispielsweise zum Abschluss einer Reise noch ein paar Tage in einem absoluten Luxus-Resort zu gönnen. Denn sollten in einem Hotel Corona-Verdachtsfälle auftreten, so wird die Anlage auf eine Monitoring-Liste gesetzt, was einen Umzug in ein anderes Resort erschwert oder sogar verhindert. Ich durfte diese Erfahrung selbst machen und wir möchten unseren gemeinsamen Kunden dies ersparen. Anstatt wie geplant für die letzten Nächte ins Conrad Maldives Rangali Island umzuziehen, blieb ich dann im Hard Rock Hotel Maldives. Das war zwar schade, denn so entging mir der Besuch der einmaligen Underseas Residence ‚THE MURAKA‘ – eine gläserne Unterwasser-Suite, die es einem ermöglicht, die farbenfrohen Meeresbewohner vom Bett aus zu beobachten – aber das ist doch ein guter Grund, um bald wieder auf die Malediven zu reisen.